Reviews

Praise for "Das Käthchen von Heilbronn"

premiered 02/11/2011at the Bayerisches Staatsschauspiel in Munich, directed by Dieter Dorn

Lucy Wirth builds the heart of the piece. As Käthchen, she is a wonder of self-abandon … Playing, dreaming, plucking at herself, she is not finished quickly with her character—curious when she meets her Count, wide-eyed, full of … shamelessly emancipated girlish sweetness, no dime-store sop …. this Käthchen lies in her bridegroom’s arms not as a victim or object of prey, but as a paragon of mad-happy, craziest love. Thrown completely out of the world, but held firmly in gigantic emotion.” - Gerhard Stadelmaier, Frankfurter Allgemeine

The completely and absolutely compelling Lucy Wirth … [is] possessed of a natural religious zeal and bubbling with unvarnished charm … [As Käthchen,] she is as much the obstinate goat as she has been the [desperate] child murderer in Rose Bernd.  - Michael Skasa, Frankfurter Rundschau

Lucy Wirth plays the dream-crazed, madly possessed Käthchen with such earthy strength of conviction, that she injects new life, every time, into the otherwise over-burdened salutation, ‘my honorable lord.’”  - Gabriella Lorenz, Kulturvollzug

 

Praise for "Rose Bernd"

premiered 07/10/2010 at the Bayerisches Staatsschauspiel in Munich, directed by Enrico Lübbe

Lucy Wirth has been the most exciting and lively thing going on in the Bavarian State theater during the last years. Wirth's young Rose is so sad, dark and full of strength, that much of the audience is enthused beyond bounds when "Rose Bernd" appears on the Munich theater calendar. - Wolfgang Höbel, Spiegel Online

Rose Bernd is the strongest, strictest and best acted play on the main stage of the Residenztheater this season. The pain of Rose, in the trembling, young and staggeringly unrestrained Lucy Wirth (…) - Süddeutsche Zeitung

The effortless intensity and unobtrusive authenticity is thanks to the delicate yet tough actress playing the title role. Lucy Wirth changes point-blank from the naive, cheerful laugh of a farm girl to the tortured cry of the woman lynched by a patriarchal village. She pushes her Rose ever onward, in wild instinctual resolve forcing her to get up, vertebra by vertebra, even after all is lost. - Teresa Genzmann, Frankfurter Allgemeine

 

Praise for "The Bitter Tears of Petra von Kant"

premiered 09/07/2013, Schaubühne am Lehniner PLatz in Berlin, directed by Patrick Wengenroth

Lucy Wirth is not only a talented singer, but her acting makes her the obvious center of the evening. She says Fassbinder's words as if they had been written for her. - Magdalena Sporkmann, Theaterkritiken Berlin, wordpress


 

 

German original reviews

"Das Käthchen von Heilbronn"

Premiere 11.2.2011, Bayerisches Staatstheater, Regie Dieter Dorn

Das Herzstück darin bildet Lucy Wirth. Als Käthchen ein Wunder an Hingabe. Ohne sich auszuliefern. Sie ist mit ihrer Figur nicht schnell fertig. Spielt, träumt, fühlt sich tastend, aber hingerissen in sie ein, neugierig in ihrer Energie, wenn sie dem Grafen mit großen Augen und völlig autonomer, ja geradezu unverschämt emanzipierter Mädchensüße ohne Groschenromanpflaster und ohne Unterdrücktheitswundmale entgegentritt, -liebt, -fiebert, -träumt. Noch in ihrer Ohnmacht am Ende, als ihr der Kaisertochterstatus geoffenbart und die schon zur Hochzeit aufgedonnerte Kunigunde düpiert wird, als dem ohnmächtigen Käthchen der Kaiser den Ring überstreift, der sie mit dem Grafen vermählt, liegt dieses Käthchen in den Armen ihres Bräutigams nicht als Opfer oder Beute, sondern als der Inbegriff des Wahnglücks aller verrückten Liebe. Völlig aus der Welt geworfen, aber im starken Halt eines riesigen Gefühls.” - Gerhard Stadelmaier, FAZ

Die ganz und gar hinreissende, vor natürlicher Glaubensfestigkeit und ungeschickter Anmut sprühende Lucy Wirth, die hier auch schon so trotzig verbockt wie rotzig entfesselt die Kindsmörderin "Rose Bernd" war, sie zeigte jetzt eine unerschütterliche Wildfangnatur. - Michael Skasa, Frankfurter Rundschau

Das traum- und wahnbefangene Käthchen spielt Lucy Wirth mit solch bodenständiger Überzeugungskraft, dass sie selbst die überstrapazierte Anrede "Mein hoher Herr" jedesmal mit neuem Leben füllt. - Gabriella Lorenz, Kulturvollzug

"Rose Bernd"

Premiere 10.7.2010, Bayerisches Staatsschauspiel, Regie Enrico Lübbe

Lucy Wirth ist nach Meinung praktisch aller Fachleute das aufregendste und lebendigste Ereignis, das in den vergangenen Jahren im Bayerischen Staatstheater zu besichtigen war. Die Rolle der aus einer trostlosen Ehe ausbrechenden jungen Frau gibt Wirth so viel Düsternis und Traurigkeit und Kraft, dass viele Zuschauer regelmäßig vor Begeisterung außer Rand und Band sind, wenn ‚Rose Bernd’ auf dem Münchner Spielplan steht.“ - Wolfgang Höbel, Spiegel Online

Rose Bernd ist die kraftvollste, strengste und schauspielerisch überzeugendste Inszenierung, die in dieser Saison auf der grossen Bühne des Residenztheaters herauskam.(...) Im Schmerz der Rose, der bebenden, blutjungen und umwerfend rückhaltlosen Lucy Wirth, wird noch spürbar, wie der Dialekt einmal ein Zuhause hat sein können. - Süddeutsche Zeitung

Seine unaufgesetzte Intensität und unaufdringliche Authentizität hat der Abend vor allem seiner zarten wie harten Titeldarstellerin zu verdanken. Lucy Wirth changiert ungeschminkt vom fröhlich-naiven Lachen eines Bauernmädchens zum markerschütternden stummen Schrei einer im patriarchalischen Dorfsystem gelynchten Frau. (...) Lucy Wirth treibt ihre Rose immer weiter voran, zwingt sie, in wilder, instinktiver Entschlossenheit Wirbel für Wirbel aufzustehen, wenn es längst nicht mehr geht. - Teresa Grenzmann, FAZ

"Die bitteren Tränen der Petra von Kant"

 Premiere 7.9.2013, Schaubühne am Lehniner Platz, Regie Patrick Wengenroth

Lucy Wirth zeigt sich in dieser Hinsicht nicht nur als sängerisch begabt, sondern ist durch ihre Schauspielkunst in der Rolle der Karin der unumstrittene Mittelpunkt dieses Abends. Sie spricht Fassbinders Text, als wäre er für sie, für ihre Aussprache geschrieben. Das emotionale Spektrum, welches sie ihrer Figur entlockt, versetzt in seinem schnellen Wechsel den Zuschauer in Erstaunen. Lucy Wirth gelingt es, den widersprüchlichen Charakter Karins als in seiner Uneinigkeit vollkommen stimmig darzustellen. Magdalena Sporkmann Theaterkritiken berlin